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Ökoroutine – Damit wir tun, was wir für richtig halten

 

Am 24.10. von 17-19 Uhr veranstaltet der WiLa mit dem TRUST-Institut der Leibniz Universität eine Buchvorstellung.

 

Wir alle kennen das Phänomen, wir wissen was zu tun wäre, um die globalen Probleme, wie Klimawandel, Umweltzerstörung und Naturverbrauch nachhaltig auch vor Ort zu lösen. Aber wir tun es nicht...

 

Der persönliche Schritt vom Wissen zum Handeln scheint so riesig zu sein, dass selbst der erste Versuch eines nachhaltigen Lebens scheitert. Nicht verwunderlich, denn wir leben in einer nichtnachhaltigen Welt, die uns systematisch weismacht immer mehr, immer weiter und immer schneller wäre die Lösung. Reisen, Wohnen, Arbeiten und Ernährung sind Teile dieses systematischen nichtnachhaltigen Lebens.

 

Die Ökoroutine von Michael Kopatz setzt bei dem hohen Umweltbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger an, nimmt dieses ernst und zeigt an alltäglichen Beispielen wie über Standards, Limits und Anreize unser Handeln nachhaltiger gestaltet werden kann. Er nimmt den soziokulturellen Wandel in den Blick, nicht die Technik. Es geht nicht um langfristige Ziele, sondern um kleine Schritte, um Gelegenheitsstrukturen, damit der Bezugsrahmen für ein nachhaltiges Leben langsam und schrittweise verändert wird. Die Ökoroutine will nicht die große Revolution oder unser Leben in den nächsten Jahren auf den Kopf stellen. Sie möchte vielmehr in verschiedenen alltäglichen Bereichen (Essen, Wohnen, Strom, Kaufen, Reisen, Arbeiten) das System der Nichtnachhaltigkeit aufdecken und uns mittels kleiner Schritte zum Handeln motivieren. Neben den persönlichen Veränderungen, nimmt die Ökoroutine auch die Wirtschaft und die politische Gestaltung in den Blick. Kopatz „entwirft ein Rahmenwerk für eine Gesellschaft, in der »Öko« nicht die sonderbare und jeweils erklärungs- und legitimationsbedürftige Abweichung vom normalen, also nichtnachhaltigen Verhalten ist, sondern der normale, erwartbare Verhaltensstandard. Und er zeigt, wie eine solche Welt nicht nur aussehen würde, sondern mithilfe welcher ordnungspolitischen Maßnahmen – von der soften Präferenzverschiebung über den Subventionsabbau bis zur harten gesetzgeberischen Initiative – sie auch herzustellen wäre“ (Harald Welzer). 

 

Ökoroutine gibt die Hoffnung nicht auf, dass geschehen kann, was geschehen muss. Damit wir tun, was wir für richtig halten.

Im Anschluss an den Vortrag steht Herr Kopatz für die Diskussion bereit und signiert gerne auch sein Buch.